Die Neuerfindung der Zukunft und die Wiedergeburt der Demokratie gegen die globale Erwärmung !

Erlauben Sie mir eine gewisse Eifersucht, wenn ich lese, wie es dieser schwedischen Schülerin, Greta mit ihrem Vornamen, gelingt, Menschen zum Thema Klimawandel und dem ihr innewohnenden Drama zu motivieren. Das betrifft uns alle. Ich finde es schade, dass es unsere Enkelkinder sind, die endlich auf die Straße gehen, um für die Rettung unserer Biosphäre, für den Schutz des Klimas und für ihre Zukunft zu demonstrieren.

Es geht uns alle an, würden wir es vergessen?

Es ist das Schweigen meiner Generation, das ich heute herausfordere, weil wir nichts getan haben. Wir haben das Klima im Namen von Industrialisierung und Profit auf dem Altar des reinen Kapitalismus und der Globalisierung geopfert. All dies auf Kosten unserer Enkelkinder und zukünftiger Generationen. Sie sind es, die jetzt auf die Straße gehen, um uns zur Verantwortung zu ziehen. Ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen, zu Recht.

Der Schulstreik, Fridays for Future, vereint einen großen Teil dieser Jugendlichen mit einem Wind der Hoffnung aus dem Norden. Eine Form der Aktion, die uns die Monster-Demonstrationen vergessen lässt, an denen wir selbst teilgenommen haben. Wir waren alle da, für die Demokratie, gegen Nationalismus und Faschismus. Wir waren doch dabei, gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie und Sexismus. Aber für das Klima haben wir nichts getan. Wir waren auch in ihrem Alter.

Atmosphäre! Atmosphäre! Sehe ich aus, als hätte ich eine Atmosphäre?

Arletty wäre wahrscheinlich stolz darauf, dass die Atmosphäre heute zum aktuellen Thema geworden ist. Keine Arglist mehr, denn die Biosphäre bringt uns zurück in eine dunklere Realität.

Wir müssen unsere Gewohnheiten überdenken, unsere Komfortzonen überprüfen, das Kollektiv mehr als den Individualismus spielen. Diese Neuausrichtung wird eine lange Lernerfahrung für alle sein. Unser Ansatz muss auch einfühlsam sein.

Du warst nie in meinem Alter!

In seinem letzten Artikel, beschreibt Hans Saloga sehr gut die aktuelle generationsübergreifende Komplexität der Klimafrage. Das klassische Kopieren und Einfügen von einer Generation zur nächsten ist nicht mehr die Regel. Generationen haben sehr unterschiedliche Vorstellungen von der Transformation der Welt mit all ihren Vorteilen und Brüchen. Es geht nicht darum, eine Zukunft zu verschönern, sondern sie zu verändern. Einfach weil es morgen vielleicht schon zu spät ist.

Die politische Welt ist unter Druck in Aufruhr und kann den ökologischen Wandel nicht mehr ignorieren. Sie trägt die Verantwortung zu reagieren, wenn sie nicht handelt. Das Pariser Abkommen, die COP 21 im Jahr 2015, ist das erste universelle Abkommen über das Klima und seine Erwärmung. Ein erster Stein auf zerbrechlichem Fundament.

Die Politik muss das Rätsel des sich abzeichnenden Finanz- und Klimachaos lösen. Der Finanz-Klima-Pakt zeigt also den politischen Willen, mit der Finanzwelt als Verbündeter in den Krieg zu ziehen. Ein schüchterner, aber vielversprechender Start für ein Europa, das Afrika mit einem Hauch von sozialer Gerechtigkeit in das Abenteuer integrieren will.

So geben junge Leute nicht auf.

Sie geht jeden Freitag auf die Straße und entdeckt die Macht der Demokratie, sich Gehör zu verschaffen. Aber vor allem, um das Gewissen zu ändern, alle Gewissen gegen die globale Erwärmung. Zumindest wird er eines erreicht haben: wir entdecken wieder, dass die Souveränität vom Volk kommt. Die Jugend zeigt uns einen neuen Weg und erfindet die Zukunft neu. Dann haben wir die Pflicht, sie zu unterstützen.

Photo par TheDigitalArtist sur Pixabay

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