Die Banalität des Bösen im französischen politischen Leben: lasst uns aufwachen!

Die Banalität hat die Führung unseres politischen Raums übernommen. Jeden Tag lädt sie sich selbst zur vollkommensten medialen Gleichgültigkeit ein. Sie betrifft uns alle, denn in Wirklichkeit ist sie eine Umkehrung unserer demokratischen Werte.

Schlagen, Erniedrigen, Brennen oder Beleidigen im Übermaß, es ist dieses traurige Schauspiel, das sich in unserer Alltagslandschaft etabliert hat. Es ist auch ein Weg, um ein Gefühl von Angst und Unsicherheit zu erzeugen. Extreme und ihre Eliten profitieren davon, aber die Demokratie tut es nie. Die Geschichte erinnert uns daran.

Ohne in die Kontroverse über die Banalität des Bösen einsteigen zu wollen, verwechseln wir Handeln mit Gewalt.

Die deutsche Philosophin Arendt argumentierte damals, dass " das Böse ist nie radikal, es ist nur extrem und hat keine Tiefe oder dämonische Dimension. ". Sie wird einige Jahre später festlegen " das Böse ist im Grunde genommen die Negation jeglichen Denkens, das sich wie ein Virus in unseren manchmal sehr fragilen demokratischen Gesellschaften ausbreitet. « .

Dann kehren wir in die Arena des französischen politischen Lebens zurück.

Es ist eine erschreckende Beobachtung, dass die Häuser von Parlamentariern, wie die von Richard Ferrand vor kurzem, zugemauert, markiert oder sogar niedergebrannt wurden. In Kenntnis dieser Drohbriefe, die erneut an die gewählten Volksvertreter gerichtet wurden. Es ist unvorstellbar, dass ihre Täter geheiligt und die Opfer ohne Reue ausgesetzt werden. Die Gewalt ist verbal und vernichtend, sie wird dann auch in die Welt der Schule eingeladen, aber dann körperlich. Viraler Erfolg ist, wenn die Fälschung wahr wird und der Widerspruch unhörbar wird. Die Banalität hat sich fest etabliert.

Wir sollten uns dagegen wehren, wir tun aber nichts.

Cécile Cornudet fasst diese Situation sehr gut zusammen : " Gewalt ist alltäglich geworden, genauer gesagt, soziale Gewalt ist zu einer Rechtfertigung für körperliche Gewalt geworden. ". Schlimmer noch, es ist unsere Demokratie, die offen angegriffen wird, die in vollkommenem Genuss ausgebuht wird.

Bernard-Henri Lévy kommt in seiner Analyse auf den Punkt und spricht von einer tragischen Regression.

Das politische Leben ist komplex, voller Widersprüche und Verstrickungen, was eine gewisse Form der Opazität fördert. Demokratie ist bei weitem keine Banalität, sie ist ein täglicher Kampf um ihre Werte. Das betrifft uns alle, ohne Ausnahme.

Schweigen wird dann zur schlimmsten Haltung gegenüber der allgegenwärtig gewordenen Banalität.

Lasst uns gemeinsam die Werte unserer Republik verteidigen. Lasst uns gemeinsam gegen den perversen Nihilismus kämpfen. Die Zukunft von morgen ist etwas, das wir heute aufbauen. Dann lass uns aufwachen. Wir haben bereits angefangen.

Auteurs : Alain-Jacques Bourdichon, Tanice

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