Gallophobie, sagen Sie? Sie werden dann richtig bedient.....

Eine bestimmte franzosenfeindliche Presse reibt sich in Deutschland die Hände, weil sie viel zu berichten hat. Endlich ein paar sensationelle Schlagzeilen, endlich ein paar schockierende Fotos! Alle Inhaltsstoffe sind dazu da, ihre feindliche Haltung aufrecht zu erhalten und weiter zu entwickeln. Sie argumentiert laut und deutlich: diese Gallier sind verrückt!

Lasst uns in unser Land zurückkehren und uns Fragen stellen.

Alle vernünftigen Menschen, die den Rechtsstaat respektieren, haben alle möglichen und unvorstellbaren Gründe, schockiert zu bleiben. Die Erfahrung von Gewalt in den letzten drei Wochen ist unvertretbar und unsäglich.

Die revolutionären Lehrlinge, Gelegenheitsarbeiter und Diebe, hatten einen großen Tag, an dem sie die ersten Seiten der deutschen Presse fütterten. Also nicht nur in Frankreich. Einige von ihnen werden zu Sprechern, Koordinatoren. Andere nutzen die Gelegenheit, sich zu profilieren, wie Thierry Paul Valette, ein Schauspieler in Paris. der nach einem Schuss in den Arm sucht.

À l’arrogance qu’il reproche à l’élite, il oppose la propre sienne, dans son attitude, son langage. Inculture ou pas, ses revendications homogènes ne sont qu’un amalgame par définition hétérogène. Un relent de Marine le Pen et Jean-Luc Mélenchon ?

Zwischen Legitimität und Absurdität muss man sich entscheiden!

Wie können wir diese weit hergeholten Forderungen wie den Rücktritt des Präsidenten der Republik, die Auflösung der republikanischen Fundamente und so weiter akzeptieren?

Wer hat das Recht, Kreisel zu besetzen, Straßen oder Autobahnen zu blockieren, provisorische Barrikaden zu errichten? Was ist der Zweck der Erniedrigung, Zerstörung, Verbrennung? Außer, dass er völlig illegal handelt.

Weniger bezahlen, um mehr zu erhalten? Die Sprinkleranlage wird besprüht, das ist es, was sie mit sich bringt.

Denn ja, es sind die französischen Steuerzahler, die zahlen müssen.

Die Behebung der Schäden, die Wiederherstellung der abgebrannten Gebäude und Verwaltungseinrichtungen, das wird die Brieftasche aller betreffen. Das ist nur die Spitze des Eisbergs. Wie können wir heute die verlorenen Wirtschaftswachstumspunkte und die Auswirkungen auf das Haushaltsdefizit quantifizieren? Diese Trockenverluste sind alle Milliarden Euro weniger, die viel besser hätten genutzt werden können. Bei Maßnahmen der räumlichen Nähe, bei der Verbesserung von Renten und Gehältern, unter anderem im Sozialbereich. Dann gibt es genug, um angesichts dieser Absurdität die Gallierfeindlichkeit zu verstehen.

In einem angespannten Sicherheitskontext, wie wir ihn seit einigen Jahren kennen, stehen wir kurz vor dem Wahnsinn.

Dieses Chaos und diese Unruhen können nur die Unsicherheit aufrechterhalten. Lassen Sie mich eine Form der Komplizenschaft beim Terrorismus anführen. Denn angesichts all dieser Leichtsinnigkeit lassen sie dem Terrorismus die Tür weit offen für Handlungen. Diese Ablenkung in die Sicherheit besteht darin, die Polizei zu mobilisieren, um die Demonstrationen in der Sandkiste der Champs-Élysées einzudämmen. Aber auch zum Schutz der Demonstranten vor Kollaterrisiken. Der Beweis dafür wurde an den letzten beiden schwarzen Samstagen erbracht. Die Presse hebt die Zauberlehrlinge hervor, sie ist nicht besorgt über das Sicherheitsbedürfnis der Nation.

Diese Gallier sind verrückt! Es lebe also die Gallophobie?

Zum Glück, nein. Denn die schweigende Mehrheit, die leidet, aber dennoch unterstützt, weiß, dass wir im Dialog vorankommen und uns entscheiden. Die Regierung hat konkrete Antworten gegeben, Zugeständnisse gemacht. Gleichzeitig birgt sie enorme wirtschaftliche Risiken. Diese riskieren jedoch, sich umzudrehen und sich auf genau die Menschen zu beziehen, die sie provoziert und zum Fangen gebracht haben.

Ein Muss:" Meine einzige Sorge, das sind Sie, mein einziger Kampf " (in deutscher Sprache)

Autor: Martina Meister

Quelle: Die Welt vom 11.12.2018

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